Am 1. August 1976 trat Gerd Neumann als 16-Jähriger in den Zimmereibetrieb Beck Holzbau in Braunsbach-Jungholzhausen ein. Sein erster Arbeitstag begann mit einer Verspätung von 30 Minuten, was jedoch seinen zukünftigen Arbeitgeber nicht von seinem Engagement überzeugen konnte. „Ich war nervös und habe ein Donnerwetter erwartet. Stattdessen bekam ich ein freundliches 'Schön, dass du da bist' zu hören“, erinnert sich Neumann. Diese Wertschätzung hat ihn durch sein Berufsleben getragen.
Vertrauensvolle Führung
Die freundliche Begrüßung kam damals von Inhaber Rolf Beck, der kurz zuvor den Betrieb von seinem Vater Albert übernommen hatte. „Er war ein toller Chef, der uns immer gut geführt hat“, erzählt Neumann. Zu dieser Zeit arbeiteten an der Seite von Rolf Beck weitere drei Mitarbeiter, darunter sein Ausbilder, der damals bereits 73 Jahre alt war. „Auch er war für mich ein Vorbild“, betont Neumann. „Ich habe ihn nicht nur für sein Können, sondern auch für seine Fitness bewundert – trotz seines Alters und einer neuen Hüfte.“
Veränderung und Kontinuität
Inzwischen ist Neumann 66 Jahre alt und hat trotz seines offiziellen Renteneintritts weiterhin eine Rolle im Unternehmen übernommen. „Als Zimmerer kommt man viel herum und hat mit vielen verschiedenen Bauherren zu tun. Diese Abwechslung hat mir immer gut gefallen“, erklärt er. „Unzählige Wohnhäuser und Ställe habe ich mit errichtet. Die schönsten Baustellen sind für mich aber Kirchen. Ganz oben am Turm zu arbeiten, das ist etwas Besonderes.“
Die Art und Weise, wie heutzutage im Zimmererhandwerk gearbeitet wird, unterscheidet sich allerdings erheblich von früher. „Vor 50 Jahren wurde die Dachkonstruktion von Hand am Reißboden geplant. Anschließend musste jeder Balken einzeln aufs Dach getragen werden“, erklärt Neumann. „Heute entsteht die Konstruktion digital am Computer und die Balken befördert ein Kran nach oben.“
Familiäre Atmosphäre
Was sich nicht geändert hat, ist die familiäre Atmosphäre im Betrieb. „Inzwischen gehören 30 Mitarbeiter zum Team, dennoch ist die Atmosphäre familiär“, freut sich Neumann. „Unsere gemeinsamen Aktivitäten stärken seit jeher den Zusammenhalt. Jedes Jahr gibt es ein Sommerfest und eine Weihnachtsfeier.“
Was das für Bauunternehmen und ihre Vertriebspartner bedeutet: Ein langjähriges Engagement von Mitarbeitern wie Gerd Neumann spiegelt eine loyale und zufriedene Mitarbeiterkultur wider. Diese kann zu einer attraktiven Arbeitsumgebung führen und dazu beitragen, die Reputation des Unternehmens zu stärken. Vertriebspartner profitieren davon durch einen hohen Ansehen der Firma und einen sicheren Kundenverkehr.