Seit dem Einsturz eines Putzbrockens im Jahr 2012 hat die Michaelskirche in Bamberg unter einer umfangreichen Generalsanierung gelitten. Der Anstoß erfolgte mit einem tragfähigen Putzbrocken, der aus dem Gewölbe der Kirche auf eine Bank fiel und das bewusst wurde, dass mehr als nur sporadische Reparaturen nötig waren.
Die restaurative Arbeit wurde von der Bürger-Spitalstiftung ins Leben gerufen. "Uns wurde schlagartig bewusst, dass wir nicht mehr punktuell reparieren können," so Stiftungsreferent Bertram Felix. Der Schaden war gravierend: Die Kirche befand sich in einsturzgefährdetem Zustand.
Ein Leuchtturmprojekt der Denkmalpflege
Insgesamt dauerte die Generalsanierung 14 Jahre und betraf rund 3.700 Quadratmeter Natursteinfläche, davon gereinigt wurden etwa 11.600 Quadratmeter und 13,5 Kilometer Fugen erneuert. Die Arbeit umfasste eine Vielzahl von Tätigkeiten: von statischer Instandsetzung bis hin zu der handwerklichen Präzision im Detail.
74 Fachfirmen aus 32 Gewerken waren am Projekt beteiligt, und es arbeiteten rund 2.600 Personen an dem Vorhaben. "In diesem Projekt stecken unzählige Stunden, selten gewordenes Know-how, Kraft und Herzblut," so Mathias Pfeil, Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege.
Einzelheiten der Sanierung
Für den statischen Teil des Vorhabens war die Kirche innen von 16.000 Kubikmetern Raumgerüst und außen von 11.600 Quadratmetern Fassadengerüst eingehüllt. Steinmetzmeister Rudolf Spangel untersuchte jede einzelne Steinfläche über Monate hinweg, um die Geschichte der Baudenkmäler zu erahnen.
"Das war Handarbeit im besten Sinne," so Spangel. "Jeder Stein erzählt seine eigene Geschichte, und unsere Aufgabe war es, diese Geschichte zu beherbergen."
Was das für Bauunternehmen und ihre Vertriebspartner bedeutet
Die Generalsanierung von St. Michael zeigt die Fähigkeit einer Gesellschaft, gemeinsam an einem Ziel zu arbeiten – von den Eigentümern der Kirche über Genehmigungsbehörden bis hin zu fachkundigen Restauratoren und Handwerkern. Diese Meisterleistung erkennt den hohen Standard des Fachwissens in der Denkmalpflege an und unterstreicht die wichtige Rolle, die Vertriebs- und Einkaufsverantwortliche in der Baubranche bei solchen Projekten spielen können. Die genaue Präzision und die langfristige Planung, wie sie im Projekt St. Michael gezeigt wurden, sind maßgeblich für den Erfolg von Bauvorhaben. Handwerkskunst und moderner Wissenstand müssen zusammenarbeiten, um historische Baudenkmäler in ihrem Glanz zu bewahren. Diese Erkenntnis ist nicht nur relevant für das Vertriebs- und Einkaufsmanagement im Baubereich, sondern kann auch als Bezugspunkt für den Aufbau von Netzwerken und Partnerschaften zwischen verschiedenen Branchensektorien dienen. Die Zusammenarbeit ist entscheidend für die Sicherstellung des Wohlstands der Branche und des Erhalts historischer Bauwerke.
Die Generalsanierung der Michaelskirche steht als einzigartiger Beleg dafür, was möglich ist, wenn alle Akteure zusammenarbeiten. Das Beispiel bietet einen Einblick in den hohen Standard, an dem Vertriebs- und Einkaufsverantwortliche im Baubereich arbeiten sollten.