Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) hat nach zwölf Tagen eine Abstimmung für das Handwerks-Emoji abgeschlossen. Das lächelnde Smiley mit verschränkten Armen, "Macher-Stolz", hat mit 55,6 Prozent der Stimmen den Sieg davongetragen. Es setzte sich gegen die blitzbewehrten Fäuste der "Power-Hände" durch. Das Symbol soll nun einen Sprung in den offiziellen Emoji-Katalog schlagen, um Handwerksberufe und ihre Träger stärker sichtbar zu machen.

Abstimmung in vollem Gang

Die Abstimmung war Teil der Herbst-Kampagne rund um den "Tag des Handwerks". Der ZDH, Handwerkskammern und Betriebe mobilisierten ihre digitalen Kanäle für zwölf Tage. Dabei zeigte sich, dass das neue Emoji bereits eine positive Resonanz in den sozialen Medien erzeugt hat. "Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz", erklärte Silke Stark, Sprecherin des ZDH. "Nicht nur wir haben intensiv gepostet – auch Handwerks-Creator haben mitgemacht und uns sehr schöne Rückmeldungen gegeben."

Digitale Sichtbarkeit für Handwerker

Die Handwerks-Emoji-Aktion soll dazu beitragen, dass Handwerksberufe und die Menschen dahinter mehr sichtbar und anerkannt werden. "Ein Emoji fürs Machen schließt eine Lücke. Wer mit den eigenen Händen etwas schafft, ist zurecht stolz darauf", erklärte Jörg Dittrich, Präsident des ZDH, zur Einführung des Wettbewerbs. "Ein eigenes Emoji fürs Machen ist dafür ein starkes Zeichen."

Das Ziel des Zentralverbandes ist es nun, "Macher-Stolz" in den internationalen Emoji-Katalog aufzunehmen. "Das Emoji soll fester Bestandteil aller gängigen Plattformen und Apps werden – von Instagram über WhatsApp bis hin zu jedem Smartphone-Betriebssystem", erklärte Dittrich.

Weiterer Weg vor dem Unicode Consortium

Der Weg zur Aufnahme in den offiziellen Emoji-Katalog ist jedoch noch weit. Dieser führt über das Unicode Consortium, eine internationale Organisation zur Entwicklung und Verwaltung der Unicode-Standardkodierung. Das Emoji "Macher-Stolz" muss nun dort erneut beworben werden, um Teil des offiziellen Emoji-ABCs zu werden.

Abgesehen davon, dass die Handwerks-Emoji bereits heute genutzt werden kann, um Handwerkerinnen und Handwerker stolz auf ihre Arbeit und ihre Ergebnisse zu sein, wird sie auch ein Markenzeichen für die Handwerksbranche sein.

Was das für Bauunternehmen und ihre Vertriebspartner bedeutet, ist eine erhöhte Sichtbarkeit und Anerkennung für die Arbeit der Handwerker. Die Nutzung von "Macher-Stolz" in Werbung und sozialen Medien kann dazu beitragen, dass Bauunternehmen stärker auf Handwerkskundinnen und -kunden abstellbar sind und somit ihre Marktposition verstärken.