Andreas Thümmler kam vor fast 17 Jahren als Praktikant zu Geigenbaumeister Joachim Zimmermann und blieb. Im Jahr 2009 begannen die beiden in einer engen beruflichen Zusammenarbeit, die sich bis heute fortgesetzt hat. "Es ist fast wie in einer Ehe", sagt Joachim Zimmermann und lacht. "Zwar muss jeder von uns beiden alles können, aber wir ergänzen uns. Das ist schön."

Lehrer-Schüler-Verhältnis

Vor fast 17 Jahren begann Thümmler, der heute 37 Jahre alt ist, als Praktikant bei Geigenbaumeister Joachim Zimmermann, später arbeitete er als Geselle. "Frisch von der Schule habe ich das Geigenbauhandwerk hier noch einmal neu gelernt", sagt der gebürtige Klingenthaler. Früh stand für ihn fest, auch den Meisterbrief zu machen. "Er ist ein Gütesiegel und wird von den Kunden geschätzt." 2018 legte Thümmler die Meisterprüfung erfolgreich ab. Auf Augenhöhe mit seinem langjährigen Lehrer und Chef angekommen – also von Geigenbaumeister zu Geigenbaumeister – erfolgte 2020 die Gründung der Geigenbau Zimmermann & Thümmler GbR. Seither führen sie die Werkstatt gemeinsam.

Handwerkslehre und -meisterschaft

Die Geschichte von Joachim Zimmermann verläuft nicht ganz so gradlinig. Zwar hat auch der heute 66 Jahre alte Geigenbaumeister durch die Liebe zur Musik und zum Spielen eines Instrumentes zum Geigenbau gefunden, aber auch größere Herausforderungen meistern müssen. "Nach langem Suchen fand ich Ende der 1970er-Jahre eine Lehrstelle bei Geigenbaumeister Werner Voigt in Markneukirchen", beschreibt Zimmermann seine Anfänge. 1984 legte er seine Meisterprüfung ab und machte sich 1986 in Bad Brambach selbstständig.

Den Fall der Mauer wenige Jahre später nutzte der Vollblut-Handwerker für einen Aufbruch. "Mit Frau und drei Kindern bin ich damals auf die Walz gegangen", erzählt Zimmermann. "Ich arbeitete von 1991 bis 1993 bei Geigenbaumeister Hubert Schnorr in Stade. Diese Zeit eröffnete mir völlig neue Welten. Der Umgang mit älteren Instrumenten, die dort zu finden waren, bereitete mir großes Vergnügen." 1993 kehrte Zimmermann nach Dresden zurück und gründete seine eigene Werkstatt.

Gemeinsame Gründung

2020 gründeten Joachim Zimmermann und Andreas Thümmler gemeinsam die Geigenbau Zimmermann & Thümmler GbR. Die beiden ergänzen sich perfekt, obwohl sie sich in ihren persönlichen und beruflichen Charakterzügen unterscheiden. "Wir sind unterschiedliche Typen, aber gerade das passt", ergänzt Andreas Thümmler. Ihre Werkstatt, die sich in einem alten Gebäude in Dresden-Strehlen befindet, wird von Kunden aus ganz Deutschland und darüber hinaus besucht.

In der Werkstatt befinden sich zahlreiche Celli, die dicht an dicht liegen, an der Wand hängen Geigen und Bratschen. Ein Raum weiter liegen Hölzer, Leim und Werkzeuge bereit. Die beiden Geigenbaumeister betreuen hier nicht nur die Wiederbelebung von alten und neuen Streichinstrumenten, sondern sorgen auch dafür, dass ihre Kunden zufrieden sind.

Was das für Bauunternehmen und ihre Vertriebspartner bedeutet, ist die Erkenntnis, dass langjährige Partnerschaften und ausgewogene Lehrbeziehungen in der Handwerksbranche zu erheblichem Erfolg führen können. Ein solches Modell unterstützt nicht nur die Fortentwicklung der Handwerkskunst, sondern auch die Qualität der Produkte und Dienstleistungen, die an Kunden weitergegeben werden.