Die Welt der Ingenieurwissenschaften und Bauunternehmen verändert sich ständig. Neuheiten in Form von Technologien, gesetzlichen Regelungen und den damit einhergehenden Anforderungen stellen immer wieder Herausforderungen dar. Doch auch erfahrene Fachkräfte können nicht stehenbleiben – das zeigt eine Analyse des Deutschen Alterssurveys (DEAS).

Der Beitrag „Weiterbildung im Alter: Warum Lernen nicht mit 50 endet“ auf ingenieur.de, dem Portal für Ingenieure, unterstreicht die Bedeutung des Lebenslanges Lernens. Es wird dargestellt, dass der Prozess der Weiterbildung auch in der zweiten Hälfte des Berufslebens weiterhin wichtig ist und nicht zu einem bestimmten Alter endet.

71,9 % an beruflicher Weiterbildung

Nach den Erkenntnissen des DEAS hat sich auch in dieser Altersgruppe fast jeder Zweite beruflich weitergebildet. Insgesamt betrug die Anteilsteilnahme der 43- bis 55-jährigen Erwerbstätigen an einer beruflichen Weiterbildung im Zeitraum von drei Jahren vor der Befragung 71,9 %. Dies zeigt, dass auch in höheren Altersgruppen ein hoher Grad an Flexibilität und die Bereitschaft zur weiteren Ausbildung vorhanden ist.

Soziale Kontakte und berufliche Chancen

Das Studium des DEAS führt auch zu dem Ergebnis, dass sich eine Beziehung zwischen Kursen und Vorträgen in der Freizeit mit späterem ehrenamtlichem Engagement herstellt. Weiterbildung stärkt nicht nur die beruflichen Chancen und fördert die Anpassung an neue Technologien, sondern sie bringt auch soziale Kontakte. Die Möglichkeit, sich in Gruppen zu beteiligen oder Vorträge zu halten, kann den Übergang in den Ruhestand positiv beeinflussen.

Die Bedeutung für Bauunternehmen

Bauunternehmen und ihre Vertriebspartner sollten daher darauf achten, dass sie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur beruflich weiterbildend einbinden, sondern auch fördern. Dies kann durch die Förderung von Weiterbildungskursen, Partnerschaften mit Hochschulen und andere Initiativen erreicht werden. Darüber hinaus können solche Maßnahmen dazu beitragen, dass Mitarbeiter ihre Fähigkeiten stets auf dem neuesten Stand halten und sich effektiver und flexibler im Arbeitsalltag bewegen.

Was das für Bauunternehmen und ihre Vertriebspartner bedeutet

Mit der Erkenntnis, dass auch in höheren Altersgruppen hoher Anteilsteilnahme an beruflicher Weiterbildung herrscht, sollten Bauunternehmerinnen und -nehmer verantwortungsbewusst daran arbeiten, ihre Mitarbeiter in den Stand der ständigen Weiterbildung zu setzen. Dies nicht nur für die Zukunft des Unternehmens, sondern auch aus persönlichen Gründen. So können Bauunternehmen sicherstellen, dass sie ihre Expertise im Team halten und gleichzeitig das Wissen ihrer Mitarbeiter aktualisieren.

Die Förderung von Weiterbildungen trägt nicht nur zum Wohle der Mitarbeiter bei, sondern auch zu einem attraktiveren Arbeitsumfeld, das an Talenten knapp ist. Eine solche Strategie wird zukunftsfähig sein und die Konkurrenz im Bau- und Immobilienbereich beeinträchtigen.