Stand der Quelle: 1. Oktober 2026. Dieser Beitrag ist ein Hintergrundartikel auf Basis von Berichten bis zu diesem Datum; spätere Entwicklungen sind nicht berücksichtigt.

Eine Studie des Gebäudedienstleisters Techem aus Eschborn hat gezeigt, dass rund 40 Prozent der deutschen Mehrfamilienhäuser bereits ohne Umbauten für den Einsatz von Niedertemperatur-Heizsystemen wie Wärmepumpen geeignet sind. Die Analyse basiert auf den Wärmedaten von über einer Million Wohnungen und zeigt, dass durch den Austausch des Heizkörpers dieser Anteil deutlich ansteigen kann.

40 Prozent ohne Umbauten

Nach der Auswertung der Daten von 1,1 Millionen Wohnungen steht fest, dass ohne zusätzliche Baumaßnahmen bereits rund 40 Prozent des Mehrfamilienhausbestands für Niedertemperatur-Heizsysteme geeignet sind. Dies bedeutet eine erhebliche Bereitschaft zur Nutzung von Wärmepumpen oder ähnlichem Heizsystem ohne weitere Kosten.

80 Prozent nach Heizkörpertausch

Durch den Austausch des Heizkörpers erhöht sich der Anteil der Mehrfamilienhäuser, die für Niedertemperatur-Heizsysteme geeignet sind, auf rund 80 Prozent. Dies unterstreicht die Effektivität dieses einfachen Umbau-Elements.

Energieeffizienz und wirtschaftliche Vorteile

Neben der technischen Eignung für Wärmepumpen weisen Techems Daten auch einen erheblichen Vorteil im Kostenaspekt auf. Bereits seit 2021 sind die Verbrauchskosten mit Wärmepumpen weitgehend stabil geblieben, während konventionelle Heizsysteme wie Öl oder Erdgas deutliche Anstiege verzeichnet haben. Die durchschnittlichen Heizkosten pro Quadratmeter in Mehrfamilienhäusern mit Wärmepumpen lag im Jahr 2025 bei rund 8,80 Euro.

Durch die Nutzung von Niedertemperatur-Heizsystemen wie Wärmepumpen kann somit der Energieverbrauch und damit auch die Kosten für die Mieter erheblich gesenkt werden. Diese Systeme profitieren außerdem von der effizienteren Nutzung von Gebäudedämmung.

Regionaler Vergleich

Die Untersuchung führte auch zu deutlichen regionalen Unterschieden im Heizeinsatz und den damit verbundenen Kosten. Am teuersten ist das Heizen im Saarland mit durchschnittlich 14,50 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Schleswig-Holstein (12,77 Euro) und Hessen (12,76 Euro).

Auf der anderen Seite erzielte Berlin die niedrigsten Heizkosten mit durchschnittlich 10,34 Euro pro Quadratmeter. Dies zeigt, dass der Einsatz von Wärmepumpen nicht nur energetisch sondern auch wirtschaftlich sinnvoll ist.

Was das für Bauunternehmen und ihre Vertriebspartner bedeutet

Für Bauunternehmen und ihre Vertriebspartner bedeutet diese Studie, dass sie eine zunehmende Nachfrage nach Wärmepumpen und anderen Niedertemperatur-Heizsystemen erwarten können. Durch den geringeren Energieverbrauch bieten diese Systeme sowohl für das Unternehmen als auch die Mieter wirtschaftliche Vorteile. Darüber hinaus profitieren Baubetriebe von einer gestiegenen Nachfrage nach Heizkörpertauschern und anderen notwendigen Anpassungen, was ihre Handwerksleistungen erweitert.