Aktuelle Aufwandssituation bei Dachfenster‑Angeboten
Zimmerermeister Dennis Heidler benötigt für ein Dachfenster‑Angebot häufig rund drei Stunden – vor allem weil Kunden oft fehlende Angaben machen (Deutsche Handwerks Zeitung, unbestaetigt). Pro Tag gehen acht bis zwölf Anfragen bei seinem Betrieb ein, davon entfallen etwa zwei Drittel wegen zu großer Entfernung; das Einzugsgebiet reicht bis Heidelberg, Göppingen und Karlsruhe (Deutsche Handwerks Zeitung, unbestaetigt). Nach diesem Filter bleiben lediglich ein bis zwei relevante Anfragen pro Tag übrig (Deutsche Handwerks Zeitung, unbestaetigt). Geplant ist eine Bearbeitungszeit von zehn bis dreißig Minuten, die aktuelle Realität liegt jedoch bei etwa drei Stunden (Deutsche Handwerks Zeitung, unbestaetigt).
KI‑gestützter Pilot im Zusammenspiel von Holzbau Heidler und Informatikwerk
Der Zimmereibetrieb Holzbau Heidler aus Freudental arbeitet gemeinsam mit dem Softwaredienstleister Informatikwerk aus Ludwigsburg an einem KI‑System, das Kundenanfragen automatisch auswertet und fehlende Pflichtangaben nachfragt (Deutsche Handwerks Zeitung, unbestaetigt). Dazu wurde ein umfassender Produktkatalog aller Dachfenster‑Elemente, Rahmen, Verglasungen und Materialien in die KI eingespielt. Parallel erstellten beide Partner einen strukturierten Fragebogen, der als Basis für Rückfragen dient (Deutsche Handwerks Zeitung, unbestaetigt). Bei Eingang einer E‑Mail‑Anfrage prüft die KI den Inhalt, gleicht ihn mit dem Fragebogen ab und sendet bei fehlenden Angaben – etwa Abmessungen, Einbauort, Typenschild oder Verglasung – automatisch eine Rückfrage‑Mail an den Kunden (Deutsche Handwerks Zeitung, unbestaetigt). Der fertige Angebotsentwurf wird jedoch weiterhin vom Inhaber manuell versendet (Deutsche Handwerks Zeitung, unbestaetigt).
Einfluss auf Abschlussquote und betriebliche Ressourcen
Laut Heidler hat die steigende Preisentwicklung die Abschlussquote deutlich gedrückt: Früher folgten aus zehn Angeboten acht Aufträge, heute entscheiden sich viele Kunden anders (Deutsche Handwerks Zeitung, unbestaetigt). Der erhöhte Aufwand für Rückfragen bindet zudem erheblich Bürozeit, obwohl die Warenwirtschaft und Zeiterfassung unverändert weiterlaufen (Deutsche Handwerks Zeitung, unbestaetigt). Informatikwerk betont deshalb, dass die bestehende IT‑Landschaft erhalten bleibt und lediglich durch KI ergänzt wird, um Umstellungsaufwand zu minimieren (Deutsche Handwerks Zeitung, unbestaetigt).
Geografische Reichweite und Kundenfilterung
Das Projekt berücksichtigt eine Servicezone, die bis nach Heidelberg, Göppingen und Karlsruhe reicht; Anfragen aus darüber hinaus werden trotz Aufwand im Auswahlprozess ausgeschlossen (Deutsche Handwerks Zeitung, unbestaetigt). Diese Filterung reduziert das tägliche Volumen auf ein bis zwei bearbeitbare Anfragen, was die Basis für die angestrebte Reduktion der Bearbeitungszeit bildet (Deutsche Handwerks Zeitung, unbestaetigt).
Was das für Bauunternehmen und ihre Vertriebspartner bedeutet
Für Bauunternehmen und deren Vertriebs- sowie Einkaufsteams zeigt das Pilotprojekt, dass die Integration einer KI‑gestützten Vorabprüfung von Kundenanfragen nicht nur den Zeitaufwand pro Angebot drastisch senken kann, sondern auch die Datenqualität erhöht und damit die Chance auf Auftragsabschluss verbessert. Durch die Nutzung vorhandener IT‑Systeme bleibt die betriebliche Kontinuität gewahrt, während gleichzeitig Ressourcen im Büro freigesetzt werden – ein klarer Wettbewerbsvorteil in Zeiten steigender Materialpreise und knapper Fachkräfte.