Ob Arbeitszeugnis, Weiterbildung oder Onboarding: Künstliche Intelligenz (KI) gewinnt in den Personalabteilungen von Unternehmen in Deutschland zunehmend an Bedeutung, obwohl der flächendeckende Durchbruch noch auf sich warten lässt. Eine repräsentative Erhebung des Digitalverbands Bitkom unter mehr als 600 Unternehmen in Deutschland ergab, dass bereits jedes siebte Unternehmen (14%) KI-gestützte Anwendungen zur Erstellung von Arbeitszeugnissen nutzt.
Individuelle Weiterbildung und Onboarding
Zum Beispiel greifen 16% der Unternehmen auf KI zur individuellen Weiterbildung von Beschäftigten zurück (2024: 12%), während 58% der Unternehmern Interesse daran signalisieren. Bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiter (Onboarding) nutzen 14% der Unternehmen bereits KI, im Vergleich zu 11% vor zwei Jahren. Weitere 36% planen oder erwägen entsprechende Schritte. "Wer neu im Job ist, hat viele Fragen. Eine gut trainierte KI kann Antworten geben, bei der Orientierung helfen und ist immer verfügbar," sagte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. Dadurch bleibe den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Personalabteilung mehr Zeit für die individuelle Betreuung persönlicher Anliegen.
Automatisierte Analyse und Bewertung
Ein weiterer Bereich, in dem KI eingesetzt wird, ist die Analyse der Arbeitsbelastung und die formale Bewertung der Arbeitsleistung. Hier verdoppelte sich der Anteil der KI-Anwender von sechs Prozent im Jahr 2024 auf aktuell 13%; weitere 28% sind dafür aufgeschlossen. Zwölf Prozent der Unternehmen setzen derzeit KI für die formale Bewertung der Arbeitsleistung ein. Weitere 27% können es sich vorstellen.
Dienstleistungen zur internen Kommunikation
Automatisierte Chat- und Servicesysteme zur Bearbeitung interner Anfragen nutzen 13% der befragten Firmen, während 53% dies künftig in Erwägung ziehen. "Gerade im Personalbereich ist die Hemmschwelle für den Einsatz von KI höher als in vielen anderen Unternehmensbereichen," betonte Rohleder.
Bremsfaktoren: Datenschutz und EU-Regulierung
Trotz steigender Akzeptanz verläuft die Adaption in den Personalabteilungen im Vergleich zu anderen Unternehmenszweigen verhaltener. Als wesentliche Bremsfaktoren gelten strenge Vorgaben zum Schutz sensibler Beschäftigtendaten sowie Rechtsunsicherheiten rund um den europäischen AI Act, der etliche KI-Anwendungen im Personalbereich als Hochrisiko-Systeme einstuft. "Die Datenschutzsorgen und die EU-Regulierung dämpfen das Tempo des Einsatzes von KI in den Personalabteilungen," fügte Rohleder hinzu.
Was dies bedeutet für Operatoren: Schiffsführer und Logistikmanager müssen sich mit den Herausforderungen des Datenschutzes auseinandersetzen, wenn sie KI für verschiedene HR-Prozesse einführen möchten. Regelmäßige Datenschutz-Prüfungen und Abstimmungen mit EU-Regulierungen werden unvermeidbar sein, um den rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig von den Vorteilen des KI-Implementierungsprozesses profitieren zu können.