Seit Juli 2026 gelten neue Förderbedingungen für den Heizungstausch sowie die energetische Sanierung. Der Staat legt den Schwerpunkt zu sehr auf Heizungen und Wärmepumpen, argumentiert der Zentralverbund des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH). Der Verband fordert gleiche Förderhöhen für Heizung und Dämmung, da Investitionen in eine gut gedämmte Gebäudehülle die Effizienz von Wärmepumpen deutlich erhöhen, so belegt eine Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung (ifeu) und des Forschungsinstituts für Wärmeschutz (FIW).

Neue Förderbedingungen und ihre Kritik

Die Neuausrichtung der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) versäumt es, die Systemwirkung einer energetischen Sanierung zusammen mit einem Heizungstausch ausreichend zu berücksichtigen. In der aktuellen Förderlogik können Investitionen in eine neue Heizung, vorrangig eine Wärmepumpe, mit einer Grundförderung von 30 Prozent rechnen. In Vergleich dazu erhalten Dämmmaßnahmen oder der Tausch der Fenster nur 15 Prozent. Die Kritik des ZVDH liegt darin, dass Maßnahmen an Dach und Fassade strukturell benachteiligt sind und dass die Förderlogik zu einer Verschärfung der Gegensätze zwischen Heiztechnik und Gebäudehülle führen könnte.

Beschwerden des ZVDH

Ulrich Marx, Hauptgeschäftsführer des ZVDH, erklärt, dass Wärmepumpen und Gebäudehülle keine Gegensätze sind, sondern zwei Seiten derselben Wärmewende. Eine Wärmepumpe kann in vielen Bestandsgebäuden funktionieren, doch ihr voller Effizienzgewinn entsteht erst dann, wenn der Wärmebedarf des Gebäudes durch eine leistungsfähige Gebäudehülle dauerhaft gesenkt wird. Das ZVDH kritisiert, dass die aktuelle Diskussion über die Reihenfolge energetischer Sanierungen auf die verkürzte Formel „erst Heizung, dann Dämmung“ reduziert wird, was die Tatsache missachtet, dass rund ein Viertel des Gebäudebestands zu den energetisch schlechtesten Gebäuden Deutschlands zählt, den sogenannten Worst Performing Buildings. "Wärmepumpen und Gebäudehülle sind keine Gegensätze. Sie sind zwei Seiten derselben Wärmewende. Eine Wärmepumpe kann in vielen Bestandsgebäuden funktionieren. Ihr voller Effizienzgewinn entsteht aber erst dann, wenn der Wärmebedarf des Gebäudes durch eine leistungsfähige Gebäudehülle dauerhaft gesenkt wird," betont Marx.

Was dies für Operatoren bedeutet

Operatoren und Bauteilhersteller sollten sich auf die Kritik des ZVDH vorbereiten, da eine Gleichstellung der Förderhöhen erwartet wird. Die Förderlogik könnte sich in den nächsten Jahren verändern, was mögliche Investitionen in Dämmung und Wärmepumpen beeinflussen könnte. Es ist ratsam, diese Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten und sich mit den neuen Förderbedingungen vertraut zu machen, um effizient und umweltfreundlich zu operieren. Die systematische Beibehaltung beider Fördermaßnahmen wird den Energiesparen und die Wärmewende deutlich voranbringen und sicherstellen, dass alle Gebäudebestandteile optimiert werden.