Phosphoreszierende Pigmente, verbreitet in der Marine für Warnmarkierungen und Signale, altern nicht nur durch Licht. Neuere Untersuchungen durch die Photochemikerin Sarah Schmidtke Sobeck vom College of Wooster, veröffentlicht in der ACS F, deuten darauf hin, dass hohe Luftfeuchtigkeit mindestens ebenso stark zur Alterung beitragen kann – unter bestimmten Bedingungen sogar stärker als Umgebungslicht.
Erste Ergebnisse über Luftfeuchtigkeit
Schmidtke Sobeck und ihre Teamkollegen untersuchten eine Reihe von phosphoreszierenden Pigmenten unter unterschiedlichen Umgebungsbedingungen. Ihre Ergebnisse, welche in der Journal of the American Chemical Society veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass hohe Luftfeuchtigkeit einen signifikanten Einfluss auf die Veränderungen der Pigmente hat. "Es wird nicht nur Licht, sondern auch hohe Luftfeuchtigkeit als ein wichtiger Faktor im Alterungsprozess dieser Pigmente identifiziert", erklärt Schmidtke Sobeck.
Beispielstudie mit Fluoreszierendem Material
Um die Effekte besser zu verstehen, führten die Forscher eine Studie durch, die sich um eine Tüte aus Spandex-Stoff mit fluoreszierendem Graffiti von Stephen Sprouse aus den Jahren 1984/85 drehte. Diese Tüte wurde in verschiedenen Umgebungen unter unterschiedlichen Luftfeuchtigkeitsniveaus getestet. Die Ergebnisse zeigten, dass die Pigmente, besonders in feuchten Umgebungen, stärker verblassend waren als in trockeneren Bedingungen.