Ab in den Herbst: Volltanken wird billiger, Dachdecker und Gerüstbauer bekommen mehr Geld – und gleich mehrere Prozesse werden digital. Hier kommt die DHZ-Übersicht mit den Änderungen im Oktober 2026. Der Oktober hat es in sich: Zwei Handwerksberufe profitieren von Tariflohnerhöhungen, während die Digitalisierung weitere Fortschritte macht. Notare müssen künftig mehr elektronisch übermitteln, Vollstreckungsverfahren werden papierärmer und wer eine Immobilie kauft oder verkauft, bekommt ebenfalls digitalere Prozesse zu spüren. Dazu verschwinden bestimmte Chemikalien aus Alltagsprodukten wie Kleidung und Verpackungen, Apotheken in ländlichen Regionen sollen besser erreichbar sein – und zum Monatsende dürfen sich alle über eine Stunde Schlaf mehr freuen. Was sich sonst noch alles tut im Oktober 2026 – hier kommt unsere kompakte Übersicht.
Im Oktober 2026 kommt ein wichtiger Tankrabatt, der vom 1. Oktober bis Ende Dezember gilt. Die Energiesteuer auf Benzin und Diesel sinkt um 14 Cent pro Liter, was einen Rabatt von bis zu 17 Cent pro Liter an der Zapfsäule bedeutet. Die geschätzten Kosten von rund 2,5 Milliarden Euro tragen Bund und Länder je zur Hälfte. Ob die Ersparnis vollständig bei den Autofahrern landet, ist offen. Das Bundeskartellamt hat die Ölkonzerne bereits im Vorfeld der Abstimmung aufgefordert, den Steuervorteil weiterzureichen.
Erhöhung der Tariflöhne im Handwerk
Im Dachdeckerhandwerk steigt der Tariflohn um 3,4 Prozent – der Ecklohn eines Gesellen klettert von 22,51 auf 23,28 Euro pro Stunde. Auch Azubis profitieren: Die Ausbildungsvergütungen steigen auf 1.050, 1.200 und 1.460 Euro je nach Lehrjahr. Die Erhöhung ist Teil eines Stufentarifvertrags, der bis September 2027 läuft. Im Gerüstbauer-Handwerk greift ebenfalls zum 1. Oktober die zweite Tarifstufe: Der Ecklohn steigt von 19,25 auf 20,10 Euro – ein Plus von rund 4,4 Prozent. Diese Erhöhungen könnten für Bauunternehmen und ihre Vertriebspartner eine wichtige Überlegung bei der Personalplanung und -bewerbung.
Digitalisierung in der Bau- und Immobilienbranche
Bereits jetzt müssen Notare künftig mehr elektronisch übermitteln, was sich insbesondere auf die Verwaltung von Immobilien und Fonds auswirken wird. Vollstreckungsverfahren werden papierärmer, was den Prozess effizienter gestalten kann. Zudem bekommen die Vertriebs- und Einkaufspartner von Bauunternehmen, die in Immobilien investieren, digitalere Prozesse zu spüren. Dies könnte die Durchführung von Immobilienkauf- und Verkaufsgeschäften vereinfachen, insbesondere bei der Dokumentation und Archivierung von Daten.
Chemikalien und Produktionsprozesse
Zusätzlich verschwinden bestimmte Chemikalien aus Alltagsprodukten wie Kleidung und Verpackungen, was eine Nachfrage nach alternativen Materialien und Herstellungsverfahren aufwerfen könnte. Bauunternehmen und ihre Vertriebspartner werden sich damit auseinandersetzen müssen, neue Materialien und Herstellungsprozesse zu finden und einzuführen, um an den Markt anpassen zu können.
Apotheken und ländliche Regionen
Apotheken in ländlichen Regionen sollen besser erreichbar sein, was die Verteilung von Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln verbessern kann. Dies könnte auch für die Bau- und Immobilienbranche Relevanz haben, insbesondere wenn solche Apotheken in den Nähe von Bauvorhaben oder Arbeitsstätten liegen.
Was das für Bauunternehmen und ihre Vertriebspartner bedeutet: Die neuen Tariflöhne und der Tankrabatt werden Kosten und Ressourcen beeinflussen. Digitale Verfahren können neue Marktchancen und Effizienzgewinne bieten, aber auch neue Herausforderungen eröffnen. Bauunternehmer sollten diese Entwicklungen genau im Auge behalten und entsprechend ihren Geschäftsprozessen anpassen, um an den Markt anpassen zu können und Wettbewerbsvorteile zu erlangen.